GR 23.05.2012

Vorlage 14

Beim Feuerwehrhaus in Kemnat stehen dringende Sanierungsarbeiten am undichten Flachdach, eine notwendige energetische Sanierung der Fassade und Fenster sowie Renovierungsarbeiten in den Wohnungen im Obergeschoss an. Neue gesetzliche Auflagen fordern zudem im Umkleidebereich der Feuerwehr eine Trennung im sogenannten Schwarz-Weiß-Bereich, damit sich Feuerwehrleute nicht im Abgasnebel der Fahrzeuge umziehen müssen, was in den bisherigen Räumlichkeiten nicht anders möglich war – und dazu hin noch beengt.

Im Vorfeld gab es nun über eine lange Zeit Überlegungen und Pläne, welche Lösung die beste sei. Die Verwaltung schlägt jetzt mit der Variante 3 einen kleinen Anbau im südlichen Bereich des Erdgeschosses vor. Für die Abstimmung ist es für uns Freie Wähler entscheidend, dass die Feuerwehr nach intensiven Diskussionen mit dieser Lösung einverstanden ist. Besonders hervorheben möchte ich, dass die Feuerwehrleute bereit sind, bei der Baumaßnahme Eigenleistungen zu erbringen, um die Kosten nach Möglichkeit zu reduzieren.

Bei der Höhe der geschätzten Gesamtkosten von rd. € 1,4 Millionen drängt sich allerdings die Frage auf, ob nicht ein Neubau an einem geeigneteren Ort die bessere Lösung wäre.

1.) Der jetzige Standort mitten im Stadtteil ist ja nicht ganz unproblematisch:

Zufahrtswege durch Wohnstraßen und am Kindergarten vorbei sowie ungenügende Parkmöglichkeiten im Bereich des Feuerwehrhauses für die Feuerwehrleute im Einsatzfall sind dabei wichtige Argumente, genauso wie die nicht zu vermeidende Lärmbelästigung der Anwohner bei Wartungsarbeiten an Fahrzeugen und Gerät, welche vorwiegend in den Abendstunden stattfinden müssen.

2.) Die Argumentation der Verwaltung gegen einen Neubau erscheint uns nicht schlüssig. Wo immer möglich wollen sich Stadtverwaltung und die Mehrheit im Gemeinderat von in die Jahre gekommenen Wohnungen trennen. Das scheint jetzt hier nicht mehr zu gelten, im Gegenteil, die zu erwartenden Mieteinnahmen aus den drei Wohnungen werden zur Refinanzierung gegen gerechnet. Und dann legt uns die Verwaltung auch noch eine Kostenschätzung für einen Neubau am selben Ort vor, was ja kein vernünftiger Mensch will. Ein reiner Feuerwehrzweckbau an einer anderen geeigneten Stelle würde gewiss nicht mehr kosten als die jetzige Sanierung, wenn man den Erlös für das freigeräumte jetzige Grundstück und einen Baukostenzuschuss des Landes in Höhe von 230.000 € berücksichtigt. Leider ist die Verwaltung unserer Forderung nicht nach gekommen und hat dem Gemeinderat die Vergleichskosten für zwei neue Feuerwehrhauszweckbauten benannt, nämlich die Metallkonstruktion in Alpirsbach und die Holzkonstruktion in Fridingen. Zu anderen Kritikpunkten an der Darstellung in der Vorlage habe ich bereits im Verwaltungsausschuss das Nötige gesagt.

Nachdem wie schon ausgeführt die Feuerwehr aber mit der Variante 3 leben kann und wir eine Mehrheit für einen Neubau nach den Vorberatungen nicht erkennen, wollen wir unsere Zustimmung nicht versagen.

Für die Fraktion:
Dr. J. Dinkelacker

 


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