Petra Hönschel-Gehrung – GR 25.07.2012 / Stellungnahme zur Vorlage 140 / 2012

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Bolay, meine Damen und Herren

Die Freien Wähler stimmen der zusätzlichen Schaffung von 2,2 weiteren Stellen für die Jugendsozialarbeit an Grundschulen unter dem Vorbehalt der Bewilligung der Zuschüsse durch Land und Landkreis zu. Solange diese Zuschüsse für die Jugendsozialarbeit fließen, sind auch wir der Meinung, dass hier neben der notwendigen Einzelfallhilfe vor allem im präventiven Bereich unterstützend in den Grundschulen mitgewirkt werden kann. Dadurch lassen sich manche negativen Entwicklungen korrigieren, deren Ursachen oft leider in Erziehungsdefiziten Seitens des Elternhauses zu suchen sind. Für die Schüler und Lehrer an den Grundschulen werden diese Sozialpädagogen sehr hilfreich sein.

Sollten die Zuschüsse aber einmal wieder wegfallen oder drastisch gekürzt werden – wie es schon häufig bei Landeszuschüssen geschehen ist -, müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass diese Stellen nicht einfach mit kommunalem Geld weitergeführt werden können.

Da hieße es dann politischen Druck aufbauen, denn schließlich liegt hier ein gesamtgesellschaftliches Problem vor, das es zu lösen gilt. Zunächst aber sollten wir jetzt diese gute Chance ergreifen und diese Stellen einrichten.

Wir fordern aber die Fachbereichsleitung und die Schulen auf, uns in einer GR Sitzung zeitnah darzustellen, wie hierzu die einzelnen Konzepte aussehen. Jede Schule muss hier ja ihr eigenes für sie passendes Konzept entwickeln, da sie spezielle pädagogische Anforderungen haben und deshalb benötigen die einzelnen Schulen sicher auch individuelle Ansätze bei der – wie es so schön in der Vorlage heißt – „lebensweltorientierten Herangehensweise“.

Die Stellenausweitungen für die Erich Kästner Grundschule und die Grundschule im Scharnhauser Park, darf aber nicht im Werkrealschulbereich oder dem Campus Konzept untergehen. Wir fordern hier eine klare Abtrennung.

Für die Fraktion
Petra Hönschel-Gehrung

 


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    • 19.11.2019
    Hauptversammlung Freie Wähler