Dr. Joachim Dinkelacker – GR 24.07.2013, Vorlage 109

Die Fraktion der Freien Wähler hat am 8.Mai 2013 einen Antrag zur Überprüfung der Straßenbenennung „Ernst-Heinkel-Straße“ gestellt. Der Grund war eine Dissertation eines Politikwissenschaftlers, über die in der Stuttgarter Zeitung ganzseitig berichtet wurde.

Die daraufhin von unserem Archivar, Herrn Bender, gemachten Recherchen ergaben, dass von einer persönlichen, strafrechtlich relevanten Schuld bei Ernst Heinkel im Rahmen seiner Firmentätigkeit während des Dritten Reichs an Hand der historischen Dokumente nicht auszugehen ist.

Er wurde in zwei Spruchkammerverfahren 1948 und 1949 von unbelasteten Laienrichtern als „Mitläufer“ und nicht als „Täter“ eingestuft. Eine Änderung des Straßennamens ist demnach nicht erforderlich. Die historische Ingenieurleistung des Flugzeugkonstrukteurs ist unbestritten.

Die Recherchen ergaben übrigens auch, dass der Doktorand, der diese Dissertation vorgelegt hat, politisch, sagen wir `mal, einen eher tendenziösen Hintergrund hat.

Unseren Antrag betrachten wir hiermit als erledigt und stimmen dem Beschlussantrag unter Ziffer 1 zu. Die Ziffer 2 des Beschlussantrags war nicht Inhalt unseres Antrags und kann entfallen, um die Verwaltung nicht mit über unseren Antrag hinausgehender Arbeit zu belasten. Wir bitten um getrennte Abstimmung zu den Punkten 1 und 2.

Für die Fraktion:
Dr. Joachim Dinkelacker

 


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Kommentar



Sehr geehrter Herr Dr. Dinckelacker,
könnten Sie bitte näher erläutern, was Sie mit einem „eher tendenziösen Hintergrund“ genau meinen? Trifft diese Beschreibung auch auf den Doktorvater des Autors zu?
Handelt es sich bei dem Archivar der
stadt um einen Juristen oder was befähigt diesen zu seiner Einschätzung?

Vielen Dank für Ihre Antwort
M. Poll

 


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