Petra Hönschel-Gehrung – GR 01.10.2014,  Stellungnahme zur Vorlage 183

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Bolay, meine Damen und Herren,

in einem breitgefächerten Dialog mit allen Beteiligten – Vereine, Schulen, Kindergärten und weitere Betreuungsformen – wurden in den Sitzungen viele Ideen entwickelt, Anregungen gegeben bzw. Wünsche geäußert. Warum musste die Abschlusssitzung mangels Teilnehmern entfallen? Ganz einfach: Das Interesse an den Besprechungen wurde immer geringer, da einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer vermutlich keine Lust mehr hatten nur nach Ideen zu suchen und zu theoretisieren, dabei aber über die evtl. Finanzierung eines Projekt einer Idee nichts erfahren konnten.

In den Tabellen der Vorlage wird uns suggeriert, dass die Teilnehmerzahl der Kiss rückläufig sei. Dem ist aber nicht so. Nach einem Gespräch mit dem Leiter, Herrn Lösener, wurde deutlich, dass von unterschiedlichen Voraussetzungen und Zahlen ausgegangen wurde. Obwohl Herr Lösener die Zahlen korrigiert hatte, stehen sie in den Tabellen 1, 2 und 3 falsch drin. Dadurch stimmt das Ganze natürlich nicht. Im Schuljahr 13/14 waren es nämlich 912 bis 936 Kinder und nicht 862. Die KiSS geht in ihrer Betrachtung auch davon aus, dass die 10järigen nicht voll mit einbezogen werden können, da der Wechsel in einen Abteilungssport spätestens mit Beginn des vierten Schuljahres beginnt. Was vom Gemeinderat ja auch so gewünscht wurde.

Um die KiSS Ostfildern beneiden uns zu Recht viele Kommunen. Da von der Stadtverwaltung und vom Gemeinderat einer breitgefächerten, vertiefenden sportlichen Grundlagenausbildung eine große Bedeutung zugemessen wird, wird die KiSS zurzeit mit 96.920 €  bezuschusst. Dieser Zuschuss soll so bleiben, was wir ausdrücklich befürworten. Im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen kann dadurch der Kostenbeitrag der Eltern in Grenzen gehalten werden und ist somit für fast alle erschwinglich (Anm.: gilt hier nicht auch der Förderpass? Dann erwähnen!). Die KiSS Ostfildern erreicht damit über 900 Kinder in der ganzen Stadt. Rechnet man die Kooperationen noch dazu sind es rund 1200 Kinder – siehe Tabelle 1 der Vorlage.

Im Hinblick auf die bereits veränderte Schullandschaft muss sich auch die KiSS teilweise neu aufstellen. Überall da, wo die Grundschule vermehrt in den Nachmittagsbereich ausweicht bzw. viele Familien die Ganztagesbetreuung im Hort nutzen, muss man über Kooperationen nachdenken, um auch diesen Kindern eine sportliche Förderung über den Schulsport hinaus zu ermöglichen. Um in diese Bereiche einzusteigen benötigt die KiSS Ostfildern einen neuen, erweiterten Auftrag vom Gemeinderat, über den wir heute abstimmen.

Wie wird übrigens die Monetarisierung der Lehrerstunden der Ganztagesschulen aussehen? Werden diese Gelder von der Schulleitung, der KiJu oder der Stadtverwaltung verwaltet. Wer wird der Ansprechpartner z.B. für die KiSS sein? Das muss alles geklärt werden!

Und nebenbei: Darüber muss auch der GR informiert werden.

Die Freien Wähler werden der Vorlage zustimmen und bitten, die gestellten Fragen baldmöglichst zu beantworten.

Für die Fraktion
Petra Hönschel-Gehrung


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