Joachim Dinkelacker – GR 19.11.2014, Vorlage 203

Das Gebäude des Städtischen Kindergartens in der Waldstraße in Kemnat ist inzwischen 45 Jahre alt. Es wurde damals in Holzfertigbauweise erstellt und die Bausubstanz ist seit längerem so schlecht, dass eine Sanierung ausgeschlossen ist und ein Neubau erforderlich wird. Deshalb wird seit über einem Jahr geplant und nach einer guten Lösung gesucht; die Verwaltung hat dies einleitend schon berichtet.

Mit der jetzt gefallenen Entscheidung, dass die Fa. Mair-Dumont mit einem nicht unerheblichen städtischen Zuschuss einen dreigruppigen Betriebskindergarten einrichtet, war dann auch die notwendige Größe eines Neubaus in der Waldstraße klar, nämlich zwei Kindergartengruppen und eine Krippengruppe.

Wir Freien Wähler finden einen Neubau an dem bisherigen Standort die richtige Lösung. Damit können eventuell notwendige Veränderungen an der Pfingstweideschule ohne Zeitdruck weiterentwickelt und geplant werden. Hier beim Kindergarten drängt die Zeit aber wirklich.

Die Schätzung der Baukosten mit fast 2,3 Mill. € muss noch einmal kritisch hinsichtlich möglicher Einsparungen durchgesehen werden.

Dennoch beantragen wir prüfen zu lassen, in wie weit die Statik so ausgelegt werden könnte, dass eine Aufstockung des Gebäudes in späteren Jahren möglich wäre und welche zusätzlichen Kosten dadurch bei der jetzt eingeschossig geplanten Bauweise entstünden. Damit wäre man gewappnet, falls künftig zusätzliche Raumanforderungen – aus welchem Grund auch immer – oder andere Nutzungen auf die Stadt zukämen.

Nachdem uns die Stadtverwaltung im Nachgang zu der Sitzung des ATU noch mitgeteilt hat, welches Architekturbüro mit den erforderlichen Leistungen bis zum Baubeschluss beauftragt wird, stimmen wir Freien Wähler  dem Beschlussantrag in beiden Punkten zu.

Wegen der erforderlichen Transparenz fordern wir aber die Verwaltung gleichzeitig auf, dem Gemeinderat bzw. dem ATU bei solchen Beauftragungen künftig immer mindestens drei Büros mit den entsprechenden Referenzen vorzuschlagen, damit das gewählte Gremium Alternativen hat.

Für die Fraktion:
Dr. Joachim Dinkelacker

 


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