Dr. Joachim Dinkelacker – GR 07.10.2015, Vorlage 145

Ohne Frage: der Kreisjugendring leistet in unserer Stadt fachlich und engagiert gute Arbeit für die Einrichtungen der offenen Jugendarbeit und in der Schulsozialarbeit. Bei den vielen Betätigungsfeldern und Projekten ist aber dem KJR offenbar der Überblick über die Finanzen verloren gegangen, man kann das beschönigend auch als „bilanzielle Überschuldung“ bezeichnen.

Ende letzten Jahres wurde von der Landkreisverwaltung „Alarm“ geblasen und der Kreistag über die negativen Finanzzahlen unterrichtet. Die Bilanzbuchhaltung wurde als Sofortmaßnahme an ein Steuerberatungsbüro übergeben und ein kaufmännischer Fachmann in den KJR delegiert. Im Mai diesen Jahres wurde den Gremien des Kreistags ein umfangreicher Maßnahmenkatalog zur Konsolidierung vorgelegt. Darin wurde auch aufgeführt, dass – von Anfang an – den Standortkommunen bei der Schulsozialarbeit keine Verwaltungskosten berechnet wurden. Diese Kosten sollen jetzt mit der heutigen Vorlage pauschal nachentrichtet und zugleich für 2016 eingeplant werden.

Ob der kaufmännischen Blauäugigkeit beim KJR kann man als Gemeinderat wirklich vor lauter Kopfschütteln Kopfschmerzen bekommen, aber da Ostfildern der größte Dienstleistungsnehmer des KJR ist, können wir uns nicht verweigern. Allerdings steht unser Beschluss unter dem Vorbehalt, dass alle Kommunen, die im Lkr.Essl. Leistungen des KJR beauftragt haben, ebenso verfahren.

Für die Fraktion:
Dr. Joachim Dinkelacker


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