Dr. Joachim Dinkelacker –  GR 11.11.2015, Vorlage 168

Schon in der Rede zum Haushalt für 2015 haben wir Freien Wähler  eine Überprüfung der Entgeldordnung für die Nutzung der Bücherei verlangt.
Mit der heutigen Vorlage kommt die Bücherleitung dieser Forderung ein Jahr später nach. Allerdings wurde dem Gemeinderat selten eine Vorlage wie diese vorgelegt, warum dies oder das nicht gehen kann. Sinngemäß kann man herauslesen: Ja nichts erhöhen, sonst bleiben die Nutzer weg! Ich zitiere dazu nur eine Passage aus der Vorlage:

„Eine … Erhöhung der Säumnisentgelde würde zu unverhältnismäßig hohen Entgelden führen, deshalb ist hier kein Spielraum mehr für weitere Erhöhungen gegeben“. Und weiter vorne heißt es: „…die Säumnisentgelde der Stadtbücherei (sind)im Vergleich mit Bibliotheken ähnlicher Größe schon jetzt die höchsten im Kreis. Dies führt immer wieder zu negativen Leserreaktionen, …“.

Mit Verlaub: Müssen säumige Leser mit Samthandschuhen angefasst werden? Höflich zu bleiben genügt! 20 Cent je Buch oder Zeitschrift pro Säumnistag, bzw. 40 Cent bei anderen Medien sind nicht unverschämt! Und diese Säumnistage werden dazuhin jeweils nur pro Öffnungstag der Büchereien berechnet. Die Berechnungsbeispiele für Ostfildern auf Seite 4 kann ich übrigens mit meinen mathematischen Kenntnissen nicht nachvollziehen, es sei denn  man rechnet unerlaubter Weise einfach mit einem Durchschnitts-Zuschlag von 30 Cent, den es aber in Wirklichkeit nicht gibt.

Wir beantragen folgende Änderungen:

  1. Für Kinder bis 15 Jahren halten wir aber die Hälfte der Säumniszuschläge als erzieherische Maßnahme für genügend. Jugendliche bis 18 Jahre sollten aus diesen Gründen aber den vollen Betrag zahlen müssen.
  2. Eine Jahresgebühr für Erwachsene soll 24 € betragen (das sind 2 € pro Monat). Die Familienkarte soll 28 € kosten. Kinder und Jugendliche sind ja gebührenbefreit, dazuhin gibt es wie bisher eine ganze Reihe sozialer Ermäßigungsgründe mit einer Jahresgebühr von nur 9 €.

Soweit der Änderungsantrag, über den wir um Abstimmung bitten.

Noch eine Anmerkung:
Ob die Medienausweitung auf Konsolenspiele entscheidend mehr jugendliche Leser bringen wird, denen sonst ein Buch nicht in die Hand käme, möchte ich doch einigermaßen bezweifeln. Die Ausgaben dafür halte ich für verfehlt, und möchte hier an das Kostenbewusstsein der Büchereileitung appellieren.
Desgleichen sind die Gebühren für die Ausleihung von DVDs zu gering und müssen angesichts der Gesamtkosten auf den Prüfstand. Nutzer werden dadurch nicht verloren werden.

Für die Fraktion:
Dr. Joachim Dinkelacker

 


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