Steffen Kaiser – GR-Sitzung 09.10.2019, Stellungnahme zur Vorlage 105/2019

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Bolay, sehr geehrte Damen und Herren,

die angespannte Situation auf dem Immobilienmarkt ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Das von der Verwaltung vorgestellte Vorgehen zur Vergabe der Wohnbaugrundstücke im Baugebiet „Ob der Halde“ nimmt diese Problematik auf und ist ein Schritt zur Schaffung von preisgünstigerem Wohnraum verschiedenster Art in unserer Stadt. Die Bevorzugung ortsansässiger Bürger bei der Vergabe nach dem vorgestellten Bewertungsschema begrüßen wir Freien Wähler.

Die breite Varianz von verdichteten Einfamilienhäusern bis hin zu Geschosswohnungsbauten, von Miete, über Erbpacht bis hin zum Kauf bietet für breite Bevölkerungsschichten Möglichkeiten zum Erwerb von Wohnraum.

30% der Wohnfläche des Geschosswohnungsbaus für Mieter mit Wohnberechtigungsschein zu entwickeln ist ein deutliches Zeichen, sozialen Wohnungsbau in unserer Stadt aktiv anzugehen –auch wenn dies erst ein weiteres Puzzle-Teil ist. Eine große Fläche des Geländes für die Errichtung eines Kleinpflegeheims vorzusehen, entspricht dem dringenden Bedarf nach Möglichkeiten der Versorgung älterer Menschen in unserer Stadt, was auch Ziel im aktuellen Altenhilfeplan ist. Die Ansiedlung kleiner Versorgungsschäfte wäre sicherlich ein anzustrebendes Ziel, um den Bedürfnissen der sich selbstversorgenden Heimbewohner gerecht zu werden. Das Pflegeheim liegt doch weit entfernt von Einkaufsmöglichkeiten.

Hervorzuheben ist, dass die Stadt Ostfildern mit der Umsetzung von Pflegeheim und sozialem Wohnungsbau beim Grundstücksverkauf geringere Erlöse in Kauf nimmt. Dies ist aus sozialen Überlegungen heraus aber richtig.

Wir Freien Wähler begrüßen ausdrücklich die von uns geforderte und von der Verwaltung zugesicherte Einbindung von Gemeinderäten ins Beurteilungsgremium.

Wir hoffen, dass mit dem Baugebiet „Ob der Halde“ ein gelungenes Wohnbaukonzept entsteht, dass den sozialen Bedürfnissen unserer Zeit gerecht werden und lindernd auf den aktuell knappen Wohnraum in unserer Region wirken kann. Daher stimmen wir der Vorlage zu.

Für die Fraktion
Steffen Kaiser


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