Joachim Dinkelacker – GR 15.5.2013, Vorlage 79

Zunächst zum Erfreulichen:

Die Verwaltung ist in dieser heutigen Vorlage zu dem Entschluss gekommen, dass eine

Verschmälerung der Fahrbahn im Bereich zwischen Herdweg/Horbstraße und Einmündung Kronenstraße/Kemnaterstraße auf nur 6 m jetzt nicht erfolgen soll. Diese Erkenntnis ist allerdings nicht höherer Weisheit, sondern nur der Kostensteigerung geschuldet. Zusätzlich wurde erkannt, dass beim Gehwegsbelag Einsparungen möglich sind. Manchmal hilft ja die Zeit um klug zu werden.

Bevor ich zu weiteren Details komme, doch eine Anmerkung zum Plan im Anhang der heutigen Vorlage: Wer im Gremium ist in der Lage, Maße in dem Plan zu finden? Diesen Plan würde ich, höflicherweise allenfalls „grobe Skizze“ nennen! Sicher, wir haben in früheren Vorlagen ausführlichere Pläne gehabt, aber diese stehen heute nicht zur Abstimmung! Oder doch?

Wie breit sollen also die Fahrbahn und die jeweiligen Gehwege im Bauabschnitt 3 und im Abschnitt 4 werden? Gibt es gar „Radfahrstreifen“? Trotz Brille kann ich das alles im heutigen Plan nicht erkennen und würde mich wundern, wenn jemand im Gremium dazu in der Lage wäre. Sehr geehrter Herr Baubürgermeister, dieser sogenannte „Plan“ ist eine Zumutung!

Meine bereits am 6.April vor zwei Jahren gemachten Kritikpunkte in dem Abschnitt zwischen Horbstraße/Herdweg und dem Rotenbergweg bleiben bestehen:

  • Der Minikreisverkehr ist zur Geschwindigkeitsreduzierung absolut unnötig und kaum funktionell, da er ja für Busse und LKWs überfahrbar bleiben muss. Allenfalls kann man ihn als Versuch „gewollt aber nicht gekonnt“ abhandeln. Die Zahlen der Verkehrsüberwachung widersprechen dem Argument, dass eine Verlangsamung des Verkehrs an dieser Stelle wegen der Verkehrssicherheit notwendig sei. Die Geschwindigkeitsübertretungen sind lediglich im Promillebereich!
  • Die Bushaltebucht im Abschnitt 4 soll ganz verschwinden und der Bus künftig auf der verengten Fahrbahn halten. Das ist ja schon länger ein besonderes Hobby der Stadtplaner, um den Verkehr unnötig aufzustauen – und das hier auf einer Durchgangsstraße. Busse haben bekanntlicher Weise beim Ausfahren aus einer Bushaltestelle Vorfahrt!
  • Um die Pläne im Abschnitt 4 zu verwirklichen, muss die Stadt Grunderwerb tätigen. Brauchen wir dieses Geld nicht besser an anderen Stellen? Ich hätte hierzu Vorschläge.

Übrigens sollte die Verwaltung nicht vollmundig von einem „Baumdach“ sprechen, wie im vorletzten Absatz auf Seite 2 der Vorlage ausgeführt, wenn sie eine „Baumallee“ meint. Das nur nebenbei.

Ich kann dieser Vorlage nicht zustimmen.

Dr. Joachim Dinkelacker

 


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