Joachim Dinkelacker – GR 01.02.2017,  Vorlage 13

Das im Flächennutzungsplan 2020 ausgewiesene und auch in StEP 2020 ausführlich diskutierte, bisherige Gewerbegebiet „Unter dem Plieninger Weg“ mit der Kennung S4/S8 umfasst bisher schon 12 ha. Ein wichtiger ortsansässiger Betrieb hat in diesem Plangebiet 2013 sechs bis sieben ha Flächenbedarf angemeldet. Bleiben also noch fünf bis sechs ha, also die Hälfte – oder fast die Hälfte – der Fläche für die in den Erläuterungen zur Vorlage von der Verwaltung aufgeführten “mehrere(n) konkrete(n) Anfragen nach geeigneten gewerblich nutzbaren Grundstücken“. Damit ist der aktuelle Bedarf meines Erachtens vorerst abgedeckt, zumal  nicht jede Anfrage zum Erwerb führt. Wir haben dies ja im Gebiet „Wittumäcker“ gesehen, wo bis vor kurzem noch eine beachtliche Fläche liegen blieb.

Die Hochspannungstrasse stellte bisher eine faktische Begrenzung des Gewerbegebiets S4/S8 nach Süden dar und das wurde beim Flächennutzungsplan 2020 auch so gesehen. Dies spielte auch in den Diskussionen bei StEP 2020 eine wesentliche Rolle zur Akzeptanz. Dadurch wurde de facto eine Ausdehnungsgrenze eines neuen Gewerbegebiets fixiert.

Die geplante kostspielige unterirdische Verlegung der Hochspannungstrasse muss aus der Stadtkasse bezahlt werden. Mit dieser unterirdischen Verlegung würden bei einer Zustimmung des Gemeinderats heute Fakten geschaffen, die einer späteren noch weiteren Ausdehnung bis zum Rohrgraben oder gar bis zur ICE-Trasse und Autobahn Tür und Tor öffnen. Daher sollten wir das Gewerbegebiet wie bisher an der oberirdischen Hochspannungstrasse enden lassen und weitere Überlegungen in den neuen Flächennutzungsplan nach 2020 verschieben. Die Planungen dazu werden sicher schon im nächsten Jahr beginnen. Dann sieht man weiter.

Die jetzt mit angekauften Ackerflächen, die bei meinem Vorstoß nicht in der ganzen Länge benötigt würden, kann die Stadt weiter zur landwirtschaftlichen Nutzung verpachten.

Ich lehne die Beschlussanträge ab.

Dr. Joachim Dinkelacker


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